TerraCycle

Warum wir dieses Projekt lieben

Reduziert unser Müllproblem!
Spart CO2 und Ressourcen!
Eine einfache Idee mit genialer Wirkung!
Verbindet Umweltschutz mit sozialem Engagement!

Geh einen Schritt

TerraCycle – Die Müllrevolution

Vom Recyceln und Upcyceln

TerraCycle sammelt als nicht recycelbar geltenden Abfalll und macht neue Produkte daraus. Erlöse aus der Müllsammlung gehen an Spendenprojekte. Warum also noch seinen Müll wegwerfen?

Neapel versinkt im Müll. Hätten die geplagten Einwohner schon von TerraCycle gehört, wäre das Problem vielleicht schon gelöst und dazu noch der Umwelt und sozial engagierten Organisationen geholfen. Was für die einen zum Himmel stinkt, kann für die anderen ein Segen sein. Wie alles im Leben ist es eine Frage der Bewertung, und TerraCycle hat es sich zum Ziel gesetzt, unsere Bewertung von Müll zu revolutionieren. Damit tun sie der Umwelt einen riesigen Gefallen - und gefallen uns damit außerordentlich gut.

Recycling und Upcycling

Bisher haben schon 21 Millionen Teilnehmer in 14 Ländern als nicht recycelbar geltende Materialien aus ihrem Hausmüll gesammelt und an TerraCycle zugesendet. Ob Federmäppchen aus Trinkpäckchen, Mülleimer aus Chipstüten oder Pflanztöpfe aus Elektromüll - die Organisation haucht dem Müll mit über 1.500 verschiedenen Produkten eine neue Existenz ein. Entweder werden die Materialien dabei recycelt oder upcycelt.

Ein gängiges Beispiel aus dem Alltag: Recycelt man eine Flasche, wird sie zuerst eingeschmolzen und dann zu einem neuen Glasprodukt gegossen. Möchte man die Flasche upcyceln, verwendet man sie nach der Party vielleicht als Blumenvase oder Buchstütze.

Auf den Wurm gekommen

Alles begann vor zehn Jahren mit dem damals 19-jährigen Kanadier Tom Szaky. In seinem ersten Semester an der amerikanischen Princeton University suchte er eine Geschäftsidee für den Princeton Business Plan Contest. Als er bei Freunden sah, welch hervorragenden Blumendünger sie für ihre Zimmerpflanzen erhielten, indem sie ihre Küchenabfälle an Regenwürmer verfütterten, hatte er die Geschäftsidee gefunden: Qualitätsdünger aus Abfall dank Würmern, und als Verpackung sollten wiederverwendete Plastikflaschen dienen.

Immerhin brachte ihm diese Idee den fünften Platz im Wettbewerb ein; und Tom hatte sein Wurmloch gefunden, durch das er von der Universität, ohne sein Studium weiter verfolgt zu haben, in die Geschäftswelt hinüber glitt. Doch die Geschäftswelt sollte mit der Umwelt vereinbar bleiben. So lehnte Tom einen 1 Millionen Dollar Preis in einem weiteren Business Plan Wettbewerb ab, der von ihm ein Abrücken vom Umweltgedanken abverlangt hätte. Und das, obwohl gerade mal 500 Dollar auf dem Geschäftskonto lagen.

Ökologisches und soziales Engagement verbinden

Die Prinzipientreue wurde belohnt: 2004 nahmen zwei große Supermarktketten in Kanada  Produkte von TerraCycle in ihr Sortiment auf. Das Unternehmen konnte expandieren. Die Würmer packten ihre Köfferchen und zogen in eine Fabrik nach Trenton in New Jersey. Und da Tom nicht nur ökologisches sondern auch soziales Engagement wichtig ist, vergab er viele Arbeitsstellen an Veteranen, ehemalige Strafgefangene oder auf Bewährung Entlassene.

2005 eroberte TerryCycle auch den amerikanischen Markt und erweiterte sein Sortiment auf Spezialdünger. Die Idee mit den wiederverwendeten Plastikflaschen kam an und führte zu einer neuen Idee, der sogenannten "Trinktüten-Brigade". Mit dem Programm wurden Schulen dafür bezahlt, dass sie benutzte Trinktüten sammelten, aus denen man neue Produkte machte. Schon bald folgte eine Joghurtbecher- und  eine Energieriegelverpackungs-Brigade.

Gesponsorter Müll

2008 wurde aus den ersten Brigade-Programmen das TerraCycle-Prinzip des gesponsorten Mülls. Dabei geht TerraCycle Partnerschaften mit großen Firmen ein, um Programme verwalten zu können, bei denen Verbraucher für nicht recycelbaren Verpackungsmüll "bezahlt" werden, wobei der Teilnehmer bestimmen kann, an welche gemeinnützige Organisation sein Betrag gespendet wird. Innerhalb eines Jahres konnten so 10.000 Sammelteams, die fleißig Weinkorken, Müslitüten und anderen Verpackungsmüll zusammentrugen, mobilisiert werden.

Der Erfolg von TerraCycle

Toms Geschichte wurde mit seinem Buch: "How TerraCycle is Redefining Green Business" festgehalten, und auf dem Sender National Geographic lief mit "Garbage Moguls" alles andere als Müll. Die Dokumentation zeigt den Weg der TerraCycle-Produkte von der Idee bis zum Supermarktregal. In der ersten Episode verfolgte man beispielsweise, wie Keksdosen zu Flugdrachen werden und aus Werbeplakaten schicke Umhängetaschen entstehen.

TerryCycle ist eines der am schnellsten expandierenden Umweltunternehmen, und das zu Recht. Ob Brasilien, Großbritannien, Schweden oder seit 2011 auch Deutschland, die Müllrevolution breitet sich weiter aus. In Deutschland fängt derzeit alles mit der Stifte-Brigade an, bei der Schulen, Kindergärten, Kindertagesstätten, Unternehmen, Organisationen und Vereine dazu aufgerufen werden, ihre gebrauchten Stifte zu sammeln, um daraus Produkte wie Gießkannen oder Mülleimer zu machen. Die Erlöse kommen gemeinnützigen Organisationen zugute. Bisher hat TerraCycle insgesamt mehr als 2 Millionen Euro an Spendengeldern weitergeben können.

Die Müllrevolution für die Umwelt

TerraCycle sammelt Abfall, der ansonsten auf der Mülldeponie oder in der Müllverbrennungsanlage landen würde, und macht neue Produkte daraus. Auch ihre eigenen Produkte nimmt die Organisation wieder zurück. Das Re- und Upcycling spart eine Menge CO2 ein, das beim Abbau von Rohstoffen und deren Umwandlung in weitere Materialien entstehen würde. So kommt es, dass ein Federmäppchen aus Plastik von TerraCycle umweltfreundlicher sein kann als eines aus Baumwolle, das neben dem CO2 bei der Rohstoffgewinnung und Weiterverarbeitung noch eine Menge Pestizide in die Umwelt freisetzt.

TerraCycle ist eine Organisation, die eine Menge Fliegen mit einer Klappe schlägt: Sie reduzieren das Müll-Problem, sparen CO2, schonen Ressourcen, fördern soziale Projekte und kommen mit ihren Produkten nebenbei noch auf geniale Ideen. Eine sinnvolle Initiative, die Spaß macht. Und jeder kann mitmachen!

www.terracycle.de

Martina Liel

08.07.2011

Bildquelle: © TerraCycle



















 

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