Greenpeace Energy

Warum wir dieses Projekt lieben

Strom aus 100 Prozent regenerativen Energien!
Sorgt für den Ausbau Erneuerbarer Energien!
Liefern zusätzlich Biogas aus Wind, Wasser und Sonne!
Setzen sich mit Studien, Kongressen und Aktionen für die Energiewende ein!

Geh einen Schritt

Grüner Strom von Greenpeace Energy

Mit Wasser und Wind für die Energiewende

Aus den Reihen von Greenpeace gründete sich vor elf Jahren eine Energiegenossenschaft. Schnell entwickelte sich der Newcomer zu einem der größten Ökostromanbieter Deutschlands. Seine Ziele von damals blieben dieselben: Unermüdlich kämpft Greenpeace Energy für die Energiewende – für sauberen Strom ohne Kohle und Atom.

Greenpeace Energy ist mit 20.000 Genossenschaftsmitgliedern und mehr als 100.000 Kunden die größte Energiegenossenschaft Deutschlands. Das Besondere an dem Unternehmen: Es verkauft ausschließlich Strom, der nach den strengen Greenpeace Kriterien erzeugt wurde. Gleichzeitig treibt es die Energiewende mit dem Bau neuer Windkraft- und Photovoltaik-Anlagen voran.

Die Entstehung von Greenpeace Energy

1998 wird der Strommarkt liberalisiert – von nun an kann jeder Erzeuger seinen Strom in das Netz der einstigen Monopolisten einspeisen. Die Umweltorganisation Greenpeace initiiert die Aktion "Stromwechsel". Ein voller Erfolg: Zehntausende Menschen erklären sich für den Wechsel bereit. Doch welchen Ökostrom-Anbieter sollte man empfehlen? Greenpeace machte sich auf die Suche – diesmal ohne Erfolg: Keiner konnte Strom liefern, der den strengen Kriterien von Greenpeace hundertprozentig entsprach.

Also beschloss man, die Sache selbst in die Hand zu nehmen: Engagierte Mitarbeiter gründen am 28. Oktober 1999 die Greenpeace Energy eG, und pünktlich zum Millennium betritt das junge Unternehmen das Parkett des Strommarktes. Der bescheidene Anfang: 186 Kunden und ein paar Quadratmeter Arbeitsfläche auf den Fluren von Greenpeace. Doch der Newcomer erhält rasanten Zulauf. In der Nähe des Hamburger Bahnhofs wird das erste eigene Büro bezogen – und ist bald schon zu eng. Denn Ende 2000 betreut die Genossenschaft bereits 8.500 Kunden und 6.000 Mitglieder.

Im Januar 2001 sorgt die Genossenschaft für Nachwuchs: Sie gründet das Tochterunternehmen Planet energy, das für den Bau und Betrieb neuer sauberer Kraftwerke zuständig ist. Von nun an erzeugt Greenpeace Energy selbst Ökostrom und mausert sich in den Folgejahren zu einem der erfolgreichsten deutschen Ökostrom-Versorger. 2003 verlegt das Unternehmen seinen Sitz ins Hamburger Schanzenviertel.

Sauberer Strom nach den Greenpeace Kriterien

Greenpeace steht mit seinem guten Namen für das Unternehmen. Im Gegenzug erfüllt dieses die Kriterien der Umweltschutzorganisation: Zum einen muss der Strommix zu mindestens 50 Prozent aus erneuerbaren Energien und maximal 50 Prozent aus erdgasbetriebener Kraft-Wärme-Kopplung bestehen. Zum anderen muss der Ausbau sauberer Erzeugungsanlagen konsequent vorangetrieben werden: Spätestens nach fünf Jahren müssen Kunden ihren gesamten Strom aus Anlagen erhalten, die nicht älter als fünf Jahre sind.

Handelbare Zertifikate wie RECS sind grundsätzlich tabu, da diese die Umetikettierung von Atom- oder Kohlestrom zu Ökostrom erlauben. Und die Einspeisung muss zeitgleich zum Bedarf der Kunden erfolgen – denn nur so können diese sicher sein, dass sie tatsächlich jederzeit hundertprozentigen Ökostrom erhalten. Überhaupt ist Transparenz gefordert: Greenpeace Energy gibt ausnahmslos alle Kraftwerke an, von denen es Strom bezieht. Die Zusammensetzung des eingekauften Stroms wiederum kann über ein Strombarometer im Viertelstundentakt eingesehen werden. TÜV Nord und der Ecofys Germany GmbH überprüfen regelmäßig die Einhaltung der Kriterien.

Strommix aus Wasser und Wind

Derzeit liefert Greenpeace Energy nur Strom aus rein erneuerbaren Energien: 2010 beinhaltete der Strommix 98,4 Prozent Wasserkraft und 1,6 Prozent Windkraft aus Deutschland und Österreich. Der Windanteil soll künftig gesteigert werden, vor allem durch eigene Windanlagen der Tochter Planet energy – schließlich will der Ökostromanbieter auf lange Sicht den gesamten Strombedarf seiner Kunden durch eigene Kraftwerke decken. Positive Bilanz des Strommix von Greenpeace Energy: Die Endkunden erzeugen im Vergleich zum durchschnittlichen Strommix 171.000 Tonnen weniger CO2.

Konsequenter Ausbau erneuerbarer Energien


Doch der Ökostromanbieter will mehr: Über das Tochterunternehmen Planet energy baut die Genossenschaft neue Kraftwerke für eine nachhaltige Energieversorgung. So gingen 2010 mit Langenbrügge und Suderburg zwei neue Windparks mit zusammen 10 Megawatt Leistung ans Netz. Damit betreibt Greenpeace Energy nun sieben Windparks mit einer Gesamtleistung von 34 Megawatt, drei Photovoltaikanlagen mit  44 Megawatt Gesamtleistung und drei Solaranlagen mit über 5 Megawatt.

Bis Ende 2011 soll eine weitere Windanlage den Ertrag auf 54 Megawatt erhöhen – gleichzeitig startete Planet energy in Thüringen sein erstes Repowering Projekt: Drei alte Anlagen mit einer Leistung von je 600 Kilowatt werden nun durch drei moderne Anlagen mit je 2 Megawatt ersetzt.

proWindgas – vom Ökostromanbieter zum Energieversorger

Seit kurzem beschreitet Greenpeace Energy neue Wege: Zusätzlich zum Ökostrom bietet die Energie-Genossenschaft mit proWindgas den ersten Gastarif für Gas aus Wind, Wasser und Sonne an. Seit Juli 2011 können Kunden zu dem neuen Gastarif wechseln, dem ersten dieser Art in Deutschland.

Ab Oktober 2011 liefert Greenpeace Energy anfänglich zunächst reines Erdgas, dem dann im Laufe von 2012 nach und nach Wasserstoff beigemengt wird. Schlüsseltechnologie hierzu ist die Umwandlung von Ökostrom – insbesondere Windstrom - in Wasserstoff. Bei dieser Technologie wird in einem sogenannten Elektrolyse-Verfahren Ökostrom eingesetzt, um Wasser in seine Bestandteile zu trennen: in Sauerstoff und Wasserstoff. Der Wasserstoff kann dann als Energieträger in das bestehende Erdgasnetz eingespeist und, wie gewohnt, für die Wärmeversorgung oder Rückverstromung verwendet werden.

Mit proWindgas schafft Greenpeace Energy auf dem Gasmarkt eine wichtige Alternative zu Biogas, das häufig mit Massentierhaltung und Intensivlandwirtschaft verbunden und deshalb ökologisch nur sehr begrenzt sinnvoll ist.

Greenpeace Energy: mit gutem Beispiel voran

Die Genossenschaft weiß: Grüner Strom ist wichtig – ohne Energieeinsparung und Effizienz ist eine nachhaltige Stromversorgung bis 2050 jedoch nicht möglich. Deshalb geht man in den Büros mit gutem Beispiel voran: Mit Stromsparmaßnahmen, 100 Prozent Recyclingpapier und recycelten oder recycelfähigen Büromaterialien und mit einer umweltbewussten Mobilität: Dienstreisen werden primär mit der Bahn abgewickelt, auf Flugreisen unter 600 Kilometern wird ebenso wie auf Dienstwagen verzichtet. Nicht zuletzt wird bei Veranstaltungen die gesamte CO2 Bilanz von Besuchern und Tagung durch Zertifikate kompensiert.

Zudem setzt sich Greenpeace Energy auch politisch für eine andere Energiewirtschaft ein, gibt Studien in Auftrag und beteiligt sich an Demonstrationen, initiiert Kongresse und Unterschriftenaktionen. Und in Pilotprojekten mit Unternehmen wird derzeit der Einsatz mit Ökostrom betriebener Elektrofahrräder und CarSharing Elektroautos erprobt. Übrigens: Die Zeitschrift "Öko-Test" verlieh Greenpeace Energy 2010 das Prädikat "Sehr gut"

Thomas Sedlmeyr

18.07.2011

Bildquelle: Greenpeace Energy

 

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