Farfalla – Schmetterlingsküsse auf der Haut

Warum wir dieses Projekt lieben

Enthusiast zum Einsatz von Duftstoffen als Heilmittel.
Nutzt Inhaltsstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau.
Hat eine persönliche Beziehung zu seinen Produzenten weltweit.
5 sympathische schweizer Freunde bauen Firma auf.

Geh einen Schritt

Farfalla - Schmetterlingsküsse auf der Haut

Jean-Claude über Naturkosmetik und Bioparfüms

Vier musizierende Freunde entdecken ihre Faszination für Duftöle und komponieren ihre eigenen Parfüms. Der Grundstein für das Unternehmen Farfalla ist gelegt. Es stellt Naturkosmetik her, ohne chemisch-synthetische Stoffe und mit Produkte aus ökologischem Anbau. "Farfalla" ist Italienisch und heißt "Schmetterling", da die Pflege sanft ist wie ein Schmetterlingskuss.

Mitten in der Schweizer Blumenpracht sind Gian Furrer, Marianne Richard, Jean-Claude Richard und Paul Gisler aufgewachsen, fasziniert von der Natur und deren Düften. Die vier Freunde haben sich schon in der Schule kennen gelernt und später zehn Jahre lang zusammen  musiziert. „Doch dann wollten wir gemeinsam beruflich etwas Spannendes machen“, erzählt Jean-Claude. Als sie zufällig mit der destillierten Form von Blumendüften in Kontakt kommen – ein Marktverkäufer lagerte seine Duftöle im Keller der gemeinsamen WG – sind sie davon hellauf begeistert.

„Die Parfumkunst war gar nicht so weit entfernt von der Musik“, meint Jean-Claude. Denn Duftkompositionen seien ein bisschen wie Musikstücke. So vertrauten die vier Hobby-Musiker auf ihren „Riecher“ und gründeten 1985 einen kleinen Duftladen in Zürich – damals der allererste in der Schweiz. Sein Name: Farfalla – Italienisch für „Schmetterling“.

Der subtile Zauber der Düfte

Jean-Claude ist eigentlich Kaufmann. „Weniger aus Überzeugung“ gibt er zu, „aber es hilft!“. Für sein neues Berufsfeld hat er entsprechende Ausbildungen nachgeholt und sich besonders in Aromatherapie und Osmologie vertieft. Ersteres ist die Anwendung von Duftstoffen für die Gesundheit, Letzteres die Analyse ihrer Einflüsse auf den Menschen.

„Ätherische Öle wirken heilend, beruhigend oder schmerzlindernd und haben Auswirkungen auf Wohlbefinden, Verhalten und Emotionen“, erklärt der Parfumeur. Schlechte Pflanzendüfte gäbe es demnach nicht. Die Wahrnehmung sei ganz individuell und hänge zudem von der Stimmung ab. Ist man zum Beispiel verliebt, so begeistert meist Jasminduft – ein eher unangenehmer Geruch für Leute, die sich gerade nicht in einem sentimentalen Zustand befinden.  

Naturkosmetik „sanft wie ein Schmetterlingskuss“

In der Naturkosmetik sind Duftstoffe wichtig, da sie auf die Vitalität und Gesundheit der Haut einwirken. Farfalla nutzt seine Parfumkunde so zur Herstellung von Shampoos, Gesichtscremes und Badeölen – vor allem als Wirkstoff, „weil es das ist, was Düfte vor allem können“, betont der Duftkenner.

Farfalla kombiniert pflanzliche, alkoholische und Glycerin-Extrakte mit unterschiedlichen ätherischen Ölen. „Je nach Hauttyp und Fettsäurespektrum aus Olivenöl über Granatapfelsamenöl bis zu Arganöl“ kommentiert Jean-Claude. So wird das Kosmetikum für jeden, laut Firmenmotto, „sanft wie ein Schmetterlingskuss“. „Und dabei benutzen wir seit der Gründung nicht einen künstlichen Stoff. Das ist unsere Grundphilosophie!“.

Alles Bio – das ist dufte


„Diese Bioleute“, erzählt Jean-Claude, „haben uns mit ihrer Passion angesteckt.“ Synthetische Duftstoffe verhalten sich in der Umwelt genauso wie Plastik auf einem Komposthaufen – Sie gliedern sich nicht in den natürlichen Kreislauf ein. Für die vier Naturliebhaber ist „biologisch“ einfach „logisch“. Farfalla arbeitet ganz konsequent mit natürlichen Stoffen. Wenn eine Pflanzenart bedroht ist, wird sie nicht mehr genutzt; sobald es Produkte aus kontrolliert ökologsichem Anbau gibt, werden diese eingesetzt.  

Angeboten wird zertifizierte Naturkosmetik ohne synthetische Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe, ohne Gentechnologie oder Nanotechnologie, ohne Rohstoffe aus Mineralöl, ohne PEGs, ohne tierische Rohstoffe (außer Bienenwachs) und ohne Tierversuche. Dem Unternehmen liegt die Artenvielfalt der Natur besonders am Herzen. Deshalb trägt ihre Wildpflanzensammlung das Fairwild Label, was bedeutet, dass die Sammlung unter bestimmten ökologischen und sozialen Kriterien stattfindet.

Direkter Draht zu den Produzenten

Farfalla bezieht seine Duft- und Rohstoffe weltweit und direkt von zumeist kleinen Produzenten, Bauern und Kooperativen aus 45 Ländern. Doch es ist dem Unternehmen extrem wichtig zu wissen: Welche Zulieferer verbergen sich hinter den Produkten und was bewegt sie? Um dem nachzugehen, besucht Jean-Claude jeden Produzenten persönlich und wählt die  Partner sorgfältig aus.

„Unser Ziel ist nicht zu schauen, wo es billiger oder schneller geht, sondern wir streben langjährige Beziehungen an, wollen Freunde finden und Spaß haben und suchen vor allem Leute, die die gleiche Leidenschaft haben und zu unserer Philosophie passen!“. Transparenz und Kommunikation ist Farfalla wichtig. So nehmen sie schon mal Kunden, die es genau wissen wollen, mit auf die Reise zu ihren Produzenten.

Farfalla fördert Nachhaltigkeit


Darüber hinaus setzt sich Farfalla für mehr Ökolandbau ein: Im manchen ärmeren Ländern ist es oft so, dass Bauern mit Bio-Standards arbeiten, sich aber die offizielle Zertifizierung nicht leisten können. Diese Kosten übernimmt dann Farfalla für seine Partner.

Auch eigene Anbauten betreibt das Unternehmen. Damit lassen sich interessante Projekte kombinieren, wie zuletzt in Correns, einem Dorf in der Provence, das fast komplett auf Bio umgestiegen ist. „Dort muss sich die Erde alle paar Jahre vom Weinbau erholen. So haben wir vorgeschlagen, dass wir in der Zeit aromatische Bio-Kräuter anbauen“.  

Auch andere Umweltprojekte unterstützt die Firma, wie „Solarimpuls“ von Bertrand Piccard, der mit dem ersten Solarflugzeug eine Weltumrundung vollführt hat. „Wenn man sich in diesen ökologischen Kreisen bewegt, dann trifft man immer wieder faszinierende Leute, die einen inspirieren, selber weiterzumachen.“ schildert Jean-Claude.

Ein harmonisches Zusammenspiel


Begeisterung und Freude waren ihre Anfangsmotivation. Und auch heute, nach 25 Jahren, hat sich an ihrer Leidenschaft und Faszination nichts geändert. Die vier Partner verbindet eine tiefe Freundschaft. „Wir streiten nie“, bekennt Jean-Claude stolz. „Ich denke, unsere Freundschaft trägt auch zur positiven Ausstrahlung des Unternehmens bei. „Vier Stöckli sind eben stärker als ein Stock“, sagt ein Schweizer Sprichwort – Musiker schätzen eben ein harmonisches Zusammenspiel.

Sophie Kolb

YouTube Link: http://www.youtube.com/watch?v=cMslCB5y3pM

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