Domus – Lichtblick am Leuchtenhimmel

Warum wir dieses Projekt lieben

Produziert Leuchten mit soviel nachwachsenden Rohstoffen wie möglich.
Setzt auf Langlebigkeit und zeitloses Design.
Setzt Energiesparlampen in gutes Licht.
Stärkt regionale Strukturen.

Geh einen Schritt

Domus – Lichtblick am Leuchtenhimmel

Olaf über Lampen und nachhaltige Produktion

Energiesparlampen geben kein schönes Licht? Von wegen! Auf den richtigen Schirm kommt es an – denn in einer guten Leuchte spendet jede Lampe schönes Licht. Olaf Seynsche ist Geschäftsführer der kleinen Manufaktur Domus in Bad Münder. Diese stellt seit einiger Zeit Leuchten her, die nicht nur größtenteils mit Energiesparlampen betrieben werden können, sondern auch in einem hohen Grad nachhaltig produziert werden.

 Der Kaufmann Henning Borm ließ gern seinem Erfindergeist im Kellerraum seines Hauses freien Lauf. Was er hier werkte und bastelte legte den Grundstein für die Firma Domus, die 2002 sein Großneffe Olaf übernehmen sollte. Dieser berichtet im Interview mit People for Future:  „Entstanden ist die Spezialisierung auf Leuchten aus Holz zu Beginn der neunziger Jahre.“

„Holz lag hier in der Region auf der Hand.“ – Schließlich war Holzverarbeitung in dem von Rotbuchen-Wäldern durchzogenen Deister-Sünteltal in Niedersachsen schon seit langer Zeit ein wichtiger Wirtschaftszweig. „Und da lag es nahe zu sagen, diese Fachkräfte nutzt man, dieses Wissen vor Ort, diese Tradition der Holzbearbeitung, um es im Leuchtenbereich einzusetzen.“

Pflanzenöle und natürliche Wachse zur Holzbehandlung

In der Regel wird bei Domus die Oberfläche der Holzlampen mit Pflanzenölen und natürlichen Wachsen geschützt. Diese haben nicht nur ökologische Vorteile: Denn Holz zu lackieren ist ästhetisch nicht das Gelbe vom Ei – „wenn man die Holzmaserung sichtbar machen will, geht nichts über eine geölte und gewachste Oberfläche. Das Holz ist erlebbar, sie können es anfassen, es  hat Offenporigkeit undWärme .“

Die Verwendung von Naturölen und -wachsen hat aber auch einen ganz praktischen Grund: „Wenn sie eine Macke drin haben, nehmen sie leichtes Sandpapier, schleifen es ab und behandeln mit normalem Olivenöl nach; die Leuchte ist wie neu. Das können sie mit keiner lackierten Oberfläche machen, mit keiner Metalloberfläche.“ Das Produkt kann somit in Heimarbeit repariert werden und wird dadurch langlebiger – ein wichtiger Punkt bei Domus.

Lunopal – ein neues Material macht Atmosphäre


Ein mit Domus eng zusammenarbeitender Designer entwickelte ein neues Schirmmaterial.  „Inspiriert war die ganze Geschichte durch japanisches Papier, das in Schiebewänden verwendet wird.“ Diese nicht nur als Raumteiler, sondern auch als Beleuchtungselemente genutzten Papierwände erzeugen ein besonders flächiges und weiches Licht. Der einstige Geschäftsführer Borm war begeistert von der Idee. Doch wie sollte man diese umsetzen? Leicht entzündlich und kaum belastbar ist Papier für die Leuchtenherstellung denkbar ungeeignet.

Es folgte eine lange Phase des Experimentierens, bis ein Material mit den gewünschten ästhetischen und Eigenschaften wie Dauerhaftigkeit, UV-Beständigkeit, Schwerentflammbarkeit und Abwaschbarkeit gefunden wurde. Am Ende stand eine Kombination aus Polykarbonat und papierartigen Stoffen: Lunopal.

Dieser folienartige Werkstoff sieht Papier zum Verwechseln ähnlich. Olaf erklärt uns den entscheidenden Unterschied zum Milchglas: „Die Lichtstreuung des Materials ist besonders, weil es nicht nur an der Oberfläche streut, sondern in der gesamten Materialstärke das Licht verteilt und dadurch besonders weiches und angenehmes Licht gibt.“

Domus – Langlebigkeit und zeitloses Design

Das für das Lunopal verwendete Polykarbonat basiert zwar auf Erdöl, trägt aber wesentlich zur Langlebigkeit des Produktes bei. Es ist unzerbrechlich und abwaschbar. Ein wichtiger Aspekt, beispielsweise für Kindergärten, die zu den Stammkunden der Manufaktur gehören. So erzählt Olaf, dass Domus teilweise schon bis zu fünfzehn Jahre alte Leuchten für seine Kunden reparieret.

Domus-Leuchten sind somit alles andere als ein Wegwerfprodukt: Die Schirme widerstehen kurzlebigen Moden durch Haltbarkeit und Schönheit. „Und da sehe ich einfach auch einen wichtigen Punkt bei der Gestaltung von Verbrauchsgütern, dass sie eben von der Materialität und  der Konstruktion langlebig sind, aber dass auch der Gestaltungsansatz zeitlos ist. Und dafür stehen ja unsere Leuchten: für ein modernes, aber durchaus zeitloses Design.“

Domus-Leuchten und Nachhaltigkeit


„Nachhaltigkeit ist kein Wort, was man irgendwie erst jetzt aufgeschnappt hat,“ meint Olaf. „Eigentlich habe ich es schon in meiner Kindheit mitbekommen.“  Für Olaf ist der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen ein wichtiger Punkt, der heute in die Unternehmensplanung einfließt.

Entgegen dem Trend der Leuchtenbranche, die Produktion nach China oder Osteuropa zu verlegen, fertigt Domus in der hiesigen Manufaktur und bezieht seine Rohstoffe von Zulieferbetrieben aus dem Inland. Das fördert nicht nur die regionale Wirtschaft und hält Handwerkskunst am Leben, es sorgt auch für kurze Transportwege und damit für eine geringere Umweltbelastung.

Bei der abschließenden Frage nach seinem persönlichen Bezug zur Nachhaltigkeit kommt Seynsche das erste Mal ins Stocken. Das hat einen einfachen Grund: „Mir fällt es schwer, Selbstverständlichkeiten zu erklären und zu rechtfertigen.“ Zu diesen Selbstverständlichkeiten gehört für ihn die Verantwortung gegenüber dem Unternehmen und seinen Mitarbeitern, „und das ähnliche Verantwortungsgefühl habe ich auch gegenüber meinem Sohn, anderen Kindern gegenüber oder den nächsten Generationen, dass sie die gleiche Chance haben ihr Leben zu leben, so wie ich es auch habe.“

Thomas Sedlmeyr

 

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