UV-Strahlung zu hoch für den Frühling
15.04.2011 - Einer Pressemitteilung der Leibniz Universität Hannover zufolge haben Messungen des Instituts für Meteorologie und Klimatologie ergeben, dass die UV-Strahlung in diesem Frühling ungewöhnlich hoch sei und bei empfindlichen Menschen bereits nach weniger Zeit schon zu einem Sonnenbrand führen könne. Auch wenn die Sonne erst seit wenigen Tagen ihr Gesicht zeigt, sollte man sie nicht unterschätzen. Die Experten raten dazu, bereits auf ausreichenden Sonnenschutz zu achten. Anders als eventuell vermutet, trete die höchste UV-Strahlung eher bei leichter Bewölkung als bei wolkenfreiem Himmel auf.
Erhöhte UV-Strahlung durch zerstörte Ozonschicht über der Arktis
Die erhöhten UV-Werte werden mit der zerstörten Ozonschicht über der Arktis in Verbindung gebracht. Im Laufe des Winters bildet sich die Schicht zurück, da die Kälte den Ozonabbau durch Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) begünstigt. Bisher lag der höchste Wert des Rückgangs der Ozonschicht bei 30 Prozent. Dieses Jahr wurde bis Ende März ein Rückgang von 40 Prozent gemessen. Durch die besonders kalten Temperaturen während des Winters, die in der Stratosphäre (15-50 Kilometer über der Erdoberfläche) gemessen wurden, hatten Experten des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung schon mit dieser Entwicklung gerechnet. In diesem Jahr hätten sich die ozonarmen Schichten besonders weit in den Süden ausgedehnt. In den nächsten Wochen rechnet man mit einer weiteren Zunahme der UV-Strahlung.
Bildnachweis: © Günter Hommes / Pixelio.de
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